Ratgeber · Kosten
Was kostet eine Webseite? Ehrlich gerechnet
Für Handwerksbetriebe, Praxen und Vereine: womit du beim Baukasten, beim Freelancer und bei der Agentur rechnen musst, welche Kosten nach dem Start dazukommen und woran du ein faires Angebot erkennst.
Zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026
Die kurze Antwort
Eine kleine Webseite mit fünf bis acht Unterseiten kostet bei einem Freelancer oder einer kleinen Agentur in der Regel zwischen etwa 600 und 2.000 € für die Erstellung. Größere Projekte mit Shop, Buchungssystem oder vielen Sprachen liegen schnell bei mehreren Tausend Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Domain und Pflege, die viele Angebote nicht nennen.
Wer selbst baut, zahlt bei einem Baukasten wie Wix oder Jimdo keine Erstellung, dafür einen Monatstarif, der je nach Paket grob zwischen 10 und 40 € liegt. Die Arbeit macht man dann selbst.
Die wichtigste Frage ist nicht „Was kostet die Erstellung?", sondern „Was kostet die Webseite in zwei Jahren insgesamt?" Erst dann lassen sich Angebote vergleichen.
Drei Wege im Vergleich
Baukasten
Kein Startpreis, dafür ein Monatstarif. Texte, Bilder, Impressum, Datenschutz und jede spätere Änderung erledigst du selbst. Gut, wenn du Zeit und Freude daran hast.
Freelancer
Ein Mensch baut deine Seite, meist zum Festpreis. Ob Pflege und Hosting dabei sind, ist sehr unterschiedlich. Danach fragen lohnt sich immer.
Agentur
Mehrere Leute, mehr Abstimmung, höhere Preise. Sinnvoll bei großen Projekten, Shops oder wenn Marketing und Fotos gleich mit erledigt werden sollen.
Diese Kosten kommen nach dem Start
Eine Webseite ist nach dem Start nicht fertig, sie muss laufen. Diese Posten fallen fast immer an, egal wer die Seite gebaut hat:
- Hosting: der Speicherplatz im Netz. Bei einfachen Tarifen einige Euro im Monat.
- Domain: die Adresse wie deine-firma.de. Eine .de-Domain kostet meist nur wenige Euro im Jahr.
- E-Mail mit eigener Domain: ein Postfach wie info@deine-firma.de, bei deutschen Anbietern ab etwa 1 bis 3 € im Monat.
- Updates und Sicherheit: WordPress und seine Erweiterungen brauchen regelmäßig Updates. Bleiben sie liegen, wird die Seite angreifbar.
- Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein neues Foto, eine neue Leistung. Viele Anbieter rechnen das nach Stunden ab, oft 60 bis 100 € pro Stunde.
Gerade der letzte Punkt sorgt für Ärger: Die Erstellung war günstig, aber jede Kleinigkeit kostet danach extra. Viele Webseiten veralten deshalb, weil sich niemand traut, für eine kleine Änderung eine Rechnung auszulösen.
Ein Rechenbeispiel über zwei Jahre
Ein Handwerksbetrieb lässt sich eine Seite mit sechs Unterseiten bauen. Angebot A kostet 1.200 € einmalig, Hosting 10 € im Monat, Änderungen nach Aufwand. Bei vier kleinen Änderungen im Jahr zu je einer Stunde à 80 € ergibt das:
- Erstellung 1.200 €
- Hosting, 24 Monate 240 €
- 8 Änderungen à 80 € 640 €
- Zwei Jahre gesamt 2.080 €
Zum Vergleich mein Sorglos-Paket: 290 € einmalig plus 25 € im Monat. Das sind 890 € in zwei Jahren, Hosting und alle Änderungen eingeschlossen. Domain und E-Mail-Postfach kommen in beiden Fällen dazu.
Das Beispiel ist bewusst einfach gehalten. Wer kaum etwas ändert, fährt mit einem Festpreis ohne Pflegevertrag manchmal günstiger. Wer seine Seite aktuell halten will, sollte die laufenden Kosten immer mitrechnen.
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Der Preis steht vorher fest, nicht „nach Aufwand".
- Es steht drin, wer Texte und Bilder liefert.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind enthalten.
- Du weißt, was Hosting, Domain und E-Mail im Monat kosten.
- Es ist geregelt, was eine Änderung nach dem Start kostet.
- Die Domain läuft auf deinen Namen, nicht auf den des Anbieters.
- Du siehst einen Entwurf, bevor du die volle Summe zahlst.
Fehlt einer dieser Punkte, frag nach. Ein seriöser Anbieter beantwortet das in einem Satz.
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